Private Pflegeversicherung – alles Wichtige von A bis Z
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Pflegeversicherung im Test

Bei welcher Pflegeversicherung gibt es die besten Leistungen? Und welcher Anbieter bietet das beste Preis-Leistungsverhältnis? Seit der letzten Pflegereform hat sich auf dem Versicherungsmarkt einiges getan, viele Beiträge sind gestiegen. Die verschiedenen Pflegeversicherung-Tests ermitteln die aktuellen Gewinner und Verlierer.

Die Spitzenplätze der Pflegeversicherung-Tests

Es gibt verschiedene Institute, die Versicherungsprodukte analysieren und bewerten. Pflegeversicherung-Tests werden allerdings vergleichsweise selten durchgeführt. Nach der letzten Reform gibt es für eine genauere Prüfungs allerdings durchaus Bedarf.

Hier die wichtigsten Testergebnisse im Überblick.

Pflegeversicherung im Test

Stiftung Warentest

Die Tester der Stiftung Warentest haben 31 Pfleg­etagegeld­tarife und 4 Pflege­kosten­tarife unter die Lupe genommen, also eine Auswahl der beiden gängigen Typen der privaten Pflegeversicherung.

Pflegeversicherung im Test bei Stiftung Warentest

Bei der Pfleg­etagegeld­versicherung können die Versicherten frei über das ausgezahlte Geld verfügen. Dieses lohnt sich zum Beispiel, wenn ungelernte Angehörige einen Großteil der Pflege übernehmen. Wie hoch der ausgezahlte Betrag ausfällt, hängt vom Pflegegrad ab.

Die Pflegekostenversicherung richtet sich an Personen, die sich von professionellen Pflegekräften pflegen lassen möchten oder müssen. Bei der Police müssen Abrechnungen der Pflegekräfte eingereicht werden, um eine entsprechende Auszahlung zu erhalten.

Diese Pflegeversicherung-Anbieter wurden unter anderem getestet.

  • Allianz
  • Alte Oldenburger
  • Arag
  • Axa
  • Barmenia
  • Bayer. Beamten KK
  • Central
  • Concordia
  • DEVK
  • DFV
  • DKV
  • Gothaer
  • Hallesche
  • HanseMerkur
  • Inter
  • LVM
  • Mecklenburgische
  • Pax-Familienfürsorge
  • R+V
  • SDK
  • Signal Iduna
  • UKV
  • Universa
  • VGH
  • Vigo Krankenversicherung
  • Württembergische

In dem vorliegenden Pflegeversicherung-Test wurde mit Modellkunden gearbeitet, um die Angebote vergleichen zu können. Für eine angestellte im öffentlichen Dienst, die sich mit 55 Jahren versichert, werden demnach Prämien ab ca. 87 Euro pro Monat fällig – die im Laufe der Jahre allerdings angehoben werden. Für den Modellkunden, der sich bereits mit 45 Jahren absichert, werden nach Angaben der Test rund 30 Euro weniger pro Monat fällig, also etwa 57 Euro.

Den aktuellen Pflegeversicherung-Test von Stiftung Warentest können Sie kostenpflichtig hier einsehen.


Deutsches Institut für Service-Qualität (DISQ)

Das Deutsche Institut für Service-Qualität hat bei seinem Pflegeversicherung-Test im Auftrag des Nachrichtensenders n-tv insgesamt 26 Versicherer geprüft. Unter die Lupe genommen wurde dabei ausschließlich Pflegetagegeldversicherungen. Die acht besten Anbieter erhielten das Urteil “sehr gut”.

DISQ-Gesamtergebnis Pflegeversicherungen-Test – Pflegetagegeldversicherungen 2017

Rang Unternehmen Punkte Urteil
1 Hallesche 89,2 sehr gut
2 Hanse-Merkur 87,6 sehr gut
3 DKV 83,4 sehr gut
4 Württembergische 82,8 sehr gut
5 Deutscher Ring 82,7 sehr gut
6 Signal Iduna 82,7 sehr gut
7 Axa 82,0 sehr gut
8 Gothaer 81,4 sehr gut

Auf der Punkte-Skala sind maximal 100 Punkte zu erreichen. Gewichtet wurde wie folgt: Leistungsbewertung mit 50 Prozent, Kosten mit 30 Prozent, ausgezahlte Leistungen mit 20 Prozent.

Das vollständige Ergebnis finden Sie unter diesem Link.

Auf den weiteren Plätzen folgen Anbieter wie zum Beispiel:

  • Münchener Verein
  • Pax Familienfürsorge
  • Continentale
  • Allianz
  • Deutsche Familienversicherung
  • Domcura
  • Bayerische Beamtenkasse
  • UKV
  • Central
  • Concordia
  • Vigo Krankenversicherungen
  • Nürnberger
  • Süddeutsche
  • Barmenia
  • Universa
  • R+V
  • LVM

Wenn Sie eine persönliche Beratung zur privaten Pflegeversicherung wünschen, wenden Sie sich vertrauensvoll an unsere Versicherungskaufleute. Die Beratung ist unverbindlich und kostenfrei!

Kontaktieren Sie uns per Telefon 030 – 120 82 82 8 (Mo – Fr: 9 – 18 Uhr) oder per E-Mail unter kontakt@transparent-beraten.de.

Focus Money

Focus Money hat ebenfalls Pflegetagegeldversicherungen und Pflegekostenversicherungen verglichen (natürlich getrennt voneinander). Dafür haben die Tester 25 verschiedene Kriterien bewertet wie zum Beispiel Wartezeiten, Geltungsbereiche, eventuelle Ausschlussklauseln für z. B. stationäre Behandlungen etc.

Die Tester haben den monatlichen Kosten einen großen Anteil am Gesamtergebnis eingeräumt. Dies ist nicht unproblematisch, wie selbst die Tester gestehen. Schließlich werden die monatlichen Beiträge regelmäßig angepasst, so dass ein Tarif, der aufgrund seiner niedrigen monatlichen Raten ein gutes Ergebnis erzielt hat, nach einer deutlichen Beitragserhöhung deutlich schlechter dastehen würde – obwohl sich vom Preis abgesehen womöglich nichts geändert hat.

Das Ergebnis:
Einen eindeutigen Sieger gibt es im Pflegeversicherung-Test von Focus Money nicht. Die Bestnote “Hervorragend” wurde gleich vier Mal vergeben, und zwar an Tarife der Anbieter Allianz, DKV, Württembergische und DFV. Ein “Sehr gut” erhielt die Hallesche für einen ihrer Tarife, “Gut” bekamen u. a. AXA, Gothaer, UKV und Vigo.

Pflegeversicherung im Test

”Pflege-Bahr” im Test

Die “Pflege-Bahr”-Tarife, die von Stiftung Ökotest untersucht wurden, erhielten durchweg kein gutes Endergebnis. 32 der 37 getesteten Tarife bekamen ein “mangelhaft” oder gar ein “ungenügend”.

Die Tester bemängeln, dass die Leistungen im Pflegefall häufig nicht ausreichend seien. Die monatliche Mindestsumme von 600 Euro, die im Fall der Fälle ausgezahlt wird, reiche bei vielen Menschen nicht aus, um eine ausreichende Pflege zu gewährleisten. In Fällen von schwerster Beeinträchtigung (Pflegegrad 5), seien die 20 Euro, die pro Tag ausgezahlt werden, bei Weitem nicht ausreichend.

Zu einem ähnlich schlechten Ergebnis kommt die Stiftung Warentest: “Die staatlich geförderte private Pflege­zusatz­versicherung empfehlen wir nicht”, heißt es. Die gravierendsten Kritikpunkte sind:

  • Die Versorgungslücke, die die rein staatliche Pflegeversicherung hinterlässt, ist selbst bei den niedrigen Pflegegraden mit “Pflege-Bahr” nicht zu schließen.
  • Die Beiträge müssen auch im Pflegefall weitergezahlt werden und sind zudem relativ hoch. Für die Versicherungsnehmer besteht die Gefahr, dass die Beiträge höher sind als die Leistungen. Die Versicherungsnehmer würden in dem Fall “draufzahlen”.
  • Personen, die auf Unterstützung des Sozialamtes angewiesen sind, zahlen womöglich viele Jahre umsonst in die Versicherung ein, denn die Leistungen von “Pflege-Bahr” werden nach aktueller Regelung mit den Sozialamt-Leistungen gegengerechnet. Das Amt zahlt also eine entsprechend geringere Grundsicherung aus.

Ein Vorteil ist wiederum, dass – im Vergleich zu anderen Tarifen – beim “Pflege-Bahr” niemand abgelehnt werden darf. Jeder erhält also eine Versicherung.