Private Pflegeversicherung – alles Wichtige von A bis Z

Pflegeversicherung Vergleich und Test

Private Pflegeversicherung: Ohne sie geht es nicht

Die gesetzliche Pflegeversicherung ist an die Krankenversicherung gekoppelt und greift als Pflichtversicherung bei Pflegebedürftigkeit. Doch ist der Leistungsumfang trotz Gesetzesänderungen nur rudimentär und deckt nicht die anfallenden Kosten. Während eine stationären Unterbringung im Pflegefall pro Monat mehrere Tausend Euro kostet, liegen die Leistungen der Pflegeversicherung in Abhängigkeit vom Pflegegrad bei maximal 2.005 Euro (Pflegegrad 5, bei vollstationärer Pflege) im Monat. Die Differenz müssen die Betroffenen selbst zahlen. Um diese Versorgungslücke im Pflegefall zu schließen, ist eine private Absicherung für die Pflege unverzichtbar. Eine Pflegetagegeldversicherung oder eine Pflegekostenversicherung sind essenziell, doch vor dem Vertragsabschluss sind die Tarife im Vergleich zu betrachten. Zahlreiche Institute bieten ausführliche Vergleiche zur Pflegeversicherung an.

Pflegebedürftigkeit: So schützt man sich richtig

Die Angebote für eine private Vorsorge für die Pflege umfasst drei Varianten. Jede Versicherungsform ergänzt die gesetzliche Pflegepflichtversicherung mit spezifischen Leistungen. Die Pflegetagegeldversicherung ist besonders beliebt, denn sie ist mit ihrem Pflegegeld universell einsetzbar. Die Pflegekostenversicherung übernimmt die Kosten der Sachleistungen und rechnet direkt mit dem Leistungserbringer ab und die Pflegerente greift als lebenslange Rentenzahlung. Je nach Pflegegrad werden unterschiedliche Auszahlungen vereinbart, der Versicherte hat die Wahl, den Umfang seines Versicherungsschutzes nach Wunsch festzulegen. außerdem sollten die Versicherten darauf achten, dass und vor allem in welchem Umfang die Versicherung im Fall einer Demenz leistet.


Tarifvielfalt: So wichtig sind Testsieger

Wie bei allen Versicherungen sind auch im Bereich der Pflege unzählige Tarife am Markt zu verzeichnen, jeder einzelne bietet unterschiedliche Leistungen und Preise. Wer gut und günstig abgesichert sein möchte, muss seinen Tarif vor dem Vertragsablschluss im Vergleich betrachten. Etablierte Anbieter von Versicherungsvergleichen sind Stiftung Warentest, Focus Money, aber auch die Analysehäuser Softfair oder Franke und Bornberg. Sie führen unabhängige und neutrale Tests durch und bringen transparente Ergebnisse hervor. Der Versicherte hat die Gewissheit, bei der Wahl eines Testsiegers einen Tarif abzuschließen, der von unabhängiger Stelle mit guten Ergebnissen ausgezeichnet wurde.

 

Grafik Abgesicherte Leistungen der privaten Pflegeversicherung

Pflegetagegeld Test vom DFSI (Stand: September 2016)

Im September 2016 veröffentlichte das Deutsche Finanz-Service Institut (DFSI) eine Studie zur Pflegeversicherung (Quelle). In dieser Studie bewertete das DFSI die Pflegetagegelder und unterteilte die Tarife in statische und flexible Tarife.

Als statisch gelten demnach alle Angebote, bei denen der Versicherte in der dritten Pflegestufe genau 100 Prozent der vertraglich festgelegten Leistung erhält. In den Pflegestufen 0 bis 2 reduzieren sich die Leistungen um bestimmte Prozentsätze. In der Kategorie statische Pflegetagelgelder liegen die Allianz (Tarif: PflegetagegeldBest) und die DKV (Tarif: Pflegetagegeld PTG) auf Platz 1.

Wer einen flexiblen Tarif wählt, kann die Höhe der Leistung in den Pflegestufen 1, 2 und 3 in einem gewissen Rahmen selbst bestimmen. Es gibt stets eine Leistungshöchstgrenze, die je nach Anbieter variiert. Sieger der Studie im Bereich flexible Pflegetagegeldversicherung ist die AXA mit ihrem Tarif Pflegevorsorge Flex.

DISQ vergleicht die Anbieter von Pflegeversicherungen

Das Deutsche Institut für Service-Qualität hat im November 2015 einen umfangreichen Test zu privaten Zusatzversicherungen veröffentlicht (Quelle).

Im Bereich Pflege hat sie sich sowohl geförderte, als auch ungeförderte Tarife angeschaut und in Hinblick auf drei Kategorien bewertet. Diese flossen zu unterschiedlichen Anteilen in das Gesamtergebnis ein:

  • Leistungsbewertung: 50 Prozent
  • Analyse der ausgezahlten Leistungen: 20 Prozent
  • Kosten: 30 Prozent

Gesamtergebnis Pflegeversicherungen mit staatlichen Zulagen 2015

Unternehmen Rang Punkte Qualitätsurteil
Central 1 93,3 sehr gut
Envivas 1 93,3 sehr gut
Arag 3 91,8 sehr gut
Barmenia 4 86,0 sehr gut
DEVK 5 84,7 sehr gut
Allianz 6 84,2 sehr gut

Bei den ungeförderten Pflegetarifen erhielten sechs ein „sehr gut“. Der größte Teil erreichte allerdings nur ein „befriedigend“ und zwei Angebote wurden lediglich mit „ausreichend“ bewertet.

Gesamtergebnis Pflegeversicherungen ohne staatlichen Zulagen 2015

Unternehmen Rang Punkte Qualitätsurteil
Württembergische 1 92,2 sehr gut
HanseMerkur 2 92,0 sehr gut
Deutsche Familienversicherung 3 88,2 sehr gut
Domcura 3 88,2 sehr gut
DKV 5 86,5 sehr gut
Deutscher Ring 6 85,6 sehr gut
Signal Iduna 6 85,6 sehr gut
AXA 8 85,3 sehr gut
Allianz 9 83,8 sehr gut

Im Bereich ungeförderten Pflegeversicherungen sah das Ergebnis besser aus. Ganze 13 von 34 getesteten Tarifen erhielten ein „sehr gut“ und nur das Angebot der Inter-Versicherung wurde mit einem „ausreichend“ abgestraft.

IVFP Pflegetagegeldversicherung Test 2015

Das Institut für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP) hat im aktuellen Pflegetagegeldversicherung Test 2015 mehrere Anbieter mit einem guten oder sehr guten Ergebnis bewertet.

In die Aufstellung des Instituts wurden lediglich verkaufsoffene Tarife in die Wertung aufgenommen, die für alle drei Pflegestufen leisten und nicht staatlich gefördert werden.

Die Teilbereiche, nach denen gewertet wurde, setzen sich aus der Unternehmensbewertung (25%), dem Preis-Leistungs-Verhältnis (50%), der Flexibilität (15%) und der Teilqualität Transparenz und Service (10%) zusammen.
Als Bewertungsgrundlage dienten drei Modellkunden im Alter von 30, 45 und 60 Jahren.

Unternehmen Tarif 1 2 3 4 Gesamtnote
Allianz Allianz PflegetagegeldBest 1,6 1,2 1,0 1,3 1,3
Concordia Concordia Pflegetagegeld 1,7 1,5 2,0 1,4 1,6 
Hallesche OLGAflex 1,6 1,6 1,6 1,3 1,6 
Hanse Merkur Private Pflegezusatzversicherung 1,8 1,4 1,3 2,1 1,6 
Union PflegePREMIUM Plus 1,9 1,5 2,0 1,3 1,6 

Legende: 1 = Unternehmen, 2 = Preis-Leistung, 3 = Flexibilität, 4 = Transparenz und Service

Stiftung Warentest: Die Testsieger 2013 im Vergleich

Stiftung Warentest veröffentlicht alle Testergebnisse zu Versicherungen in der Zeitschrift Finanztest. Die Veröffentlichung ist kostenpflichtig und die Zeitschrift kann im Handel erworben werden. Alternativ steht ein Download auf der Internetpräsenz von Stiftung Warentest zur Verfügung. In der Ausgabe Mai 2013 hatte Finanztest 23 Tarife für Pflegetagegelder (Quelle) und 17 für die Pflege-Bahr mit staatlicher Förderung untersucht. Testsieger bei den ungeförderten Tarifen wurde der PA von der HanseMerkur, er wurde für einen 45-jährigen Kunden mit dem Urteil „Sehr gut“ oder 1,3 benotet. Die Deutsche Familienversicherung wurde mit dem Tarif PZV und der Note 1,5 auf den zweiten Platz gesetzt, der ProME Pflegeplus von der Mecklenburgischen erzielte ein Gut mit der Bewertung 1,7.

Pflegeversicherung ohne Förderung vom Testinstitut bevorzugt

Ebenfalls in der Ausgabe 05/2013 hat Finanztest die Pflege-Bahr mit den aktuellen Angeboten untersucht. Hier ist eine staatliche Förderung vorgesehen und solche geförderten Tarife kommen vorrangig für Menschen in Frage, die zwar eine private Absicherung wünschen, aber nur überschaubare Mittel dafür aufbringen können. Finanztest kommt zu dem Ergebnis, dass die Pflege-Bahr allenfalls ungenügende Leistungen im Fall einer Pflegebedürftigkeit erbringt. Deshalb empfiehlt das Institut als zusätzliche Vorsorge Pflegetarife ohne Förderung.

Öko-Test: Analysierte Pflegeversicherung für Kinder

Öko-Test hatte im Juni Policen für Kinder untersucht. In der Aufstellung erreichten acht Angebote den ersten Platz. Sie sehen ein Pflegegeld für jeden Tag der Pflege vor. Ausgezeichnet wurden die SDK und die Münchener Verein für ihre Kindertarife. Sie überzeugten vor allem durch günstige Beiträge in Euro.

Morgen & Morgen: DFV und Münchener Verein als Testsieger

Auch Morgen und Morgen haben einen Tarifvergleich durchgeführt. Überzeugen konnten in der Analyse die Deutsche Familienversicherung und die Münchener Verein, sie sehen die besten Leistungen pro Tag der Pflegebedürftigkeit vor und bleiben dennoch bezahlbar.

Diverse Testsieger: So entscheidet man richtig

Auf der Suche nach der besten Pflegeversicherung muss man sich zunächst über den persönlichen Bedarf klar werden. Steht die Deckung der anfallenden Sachkosten im Vordergrund, oder ist ein Pflegetagegeld empfehlenswert? Wie hoch müssen die Leistungen pro Tag sein, wenn man pflegebedürftig wird? Ist ein etablierter Versicherer gewünscht, der auf langjährige Erfahrung zurück blickt?

Hat man diese Entscheidungen getroffen, steht ein Tarifvergleich an. Er zeigt, welcher Versicherer die besten Leistungen bei bezahlbaren Beiträgen garantiert.

Diverse Vergleichsergebnisse von Verbraucherinstituten sollten immer als Grundlage genommen werden. Jedoch nie allein ausschlaggebend für die Wahl des Anbieters sein. Ein Pflegeversicherungs-Vergleich basiert immer auf Modellkunden und kann somit kein exaktes Ergebnis für die persönlichen Bedürfnisse und Anforderungen bieten.

Weitere Fachportale: www.berufsunfähigkeitsversicherungen-testsieger.de | www.private-krankenversicherungen.net | www.riesterrente-heute.de | www.rechtsschutzversicherungen-testsieger.de

Google Analytics deaktivieren

Weitere Informationen zur Google Inc. und Google Analytics finden Sie unter http://www.google.com/analytics/terms/de.html. Die Datenschutzerklärung von Google finden Sie unter: http://www.google.com/intl/de/privacypolicy.html#information

Google Analytics Werbefunktion

Diese Website nutzt die Google-Analytics-Berichte zu demografischen Merkmalen, in denen Daten aus interessenbezogener Werbung von Google sowie Besucherdaten von Drittanbietern (z. B. Alter, Geschlecht und Interessen) verwendet werden. Diese Daten sind nicht auf eine bestimmte Person zurückzuführen. Um interessenbezogene Onlinewerbung zu generieren, verwendet diese Website Remarketing mit Google Analytics. Unsere Anzeigen werden auf Websites durch Drittanbieter, einschließlich Google, geschaltet. Wir und Drittanbieter, einschließlich Google, verwenden Erstanbieter-Cookies (z.B. Google Analytics Cookies) in Kombination mit Drittanbieter Cookies (z.B. DoubleClick-Cookies), um auf der Grundlage früherer Besuche eines Nutzers auf unserer Website Anzeigen auszurichten, zu optimieren und zu schalten. Wir nutzen Berichte von Google Analytics zur Leistung nach demografischen Merkmalen und Interessen. Wir verwenden die von interessenbezogener Werbung von Google erlangten Daten und Besucherdaten von Drittanbietern (z.B. Alter, Geschlecht, Interessen) in Google Analytics zu Marketingzwecken und zur stetigen Verbesserung unseres Angebots. Sie können das Setzen der DoubleClick-Cookies unterbinden, wenn Sie auf folgenden Link klicken. Es wird ein Opt-Out-Cookie gesetzt, das die zukünftige Erfassung Ihrer Daten beim Besuch unserer Website verhindert: https://www.google.com/settings/u/0/ads/plugin?hl=de

Nutzung von Facebook Remarketing

Diese Website verwendet die Remarketing-Funktion „Custom Audiences“ der Facebook Inc. („Facebook“). Diese Funktion dient dazu, Besuchern dieser Webseite im Rahmen des Besuchs des sozialen Netzwerkes Facebook interessenbezogene Werbeanzeigen („Facebook-Ads“) zu präsentieren. Hierzu wurde auf dieser Website das Remarketing-Tag von Facebook implementiert. Über dieses Tag wird beim Besuch der Webseite eine direkte Verbindung zu den Facebook-Servern hergestellt. Dabei wird an den Facebook-Server übermittelt, dass Sie diese Website besucht haben und Facebook ordnet diese Information Ihrem persönlichen Facebook-Benutzerkonto zu. Nähere Informationen zur Erhebung und Nutzung der Daten durch Facebook sowie über Ihre diesbezüglichen Rechte und Möglichkeiten zum Schutz Ihrer Privatsphäre finden Sie in den Datenschutzhinweisen von Facebook unter https://www.facebook.com/about/privacy/.